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Buchempfehlungen

„Das Wichtigste von allem“ von Michael Puett (Harvard) und Christine Gross-Loh

Zwischen Kalender-Overload, Dauer-Optimierung und dem leisen Gefühl, „da müsste doch mehr sein“: Michael Puett (Harvard) und Christine Gross-Loh holen in „Das Wichtigste von allem“ genau dort an, wo viele Ratgeber vorbeirauschen – im Alltag, in den kleinen Situationen, in unseren Beziehungen.

Das Buch ist als zugängliche Einladung in die Denkwerkstatt der großen chinesischen Philosophen geschrieben: Konfuzius, Laotse, Zhuangzi – nicht als fernes Museum, sondern als praktische Gegenwartshilfe. Die Grundidee: Ein gutes Leben entsteht weniger durch den perfekten Masterplan, sondern dadurch, dass wir uns in Momenten trainieren, anders zu reagieren.

Was hängen bleibt (und übers Wochenende nachwirkt):

  1. Rituale statt „Authentizitätsdruck“: Wir sind nicht eine feste Identität – wir werden in Situationen geformt (und können uns bewusst neu formen).

  2. Beziehungen als Trainingsfeld: Nicht „mehr Selfcare“, sondern bessere Interaktion – Gespräche, Rollen, kleine Gesten, die Atmosphäre drehen können.

  3. Spontaneität mit System: Zhuangzi steht hier weniger für Chaos als für die Fähigkeit, beweglich zu bleiben, wenn die Welt wieder mal nicht mitspielt.

Bibliografisch kurz: „Das Wichtigste von allem – Die Geheimnisse der großen chinesischen Denker und wie sie unser Leben bereichern“, Puett / Gross-Loh, Übersetzung: Isabel von Bülow, FISCHER Taschenbuch, 224 Seiten (Ersterscheinung der TB-Ausgabe: 27.07.2017).

Was lesen Sie gerade, das den Kopf nicht nur füttert, sondern auch ein bisschen neu ausrichtet?

Ich wünsche Ihnen inspirierende Lesestunden:

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