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Buchempfehlungen

"Das letzte Viertel des Mondes" von Chi Zhijian

Das Buch entführt uns in eine beinahe unsichtbare Welt: die der Ewenken, eines nomadis­chen Rentiervolks im nördlichsten China.

Die Ich-Erzählerin blickt im hohen Alter auf ein Leben voller Liebe, Entbehrung und kultureller Umbrüche zurück – das wirkt zugleich episch und zutiefst human. Chi Zijians eindringliche, lyrische Sprache versetzt den Leser direkt in die Taiga und lässt ein Stück verschwindender Tradition lebendig werden

Darum geht es: Die Geschichte erzählt eine alte Ewenkin, Witwe des letzten Stammeshäuptlings, deren Volk entlang der russisch-chinesischen Grenze lebt. Ihr von Jagd, Rentierhaltung und tiefem Naturglauben geprägtes Leben gerät unter Druck, als Krieg, Besatzung und Sozialismus die traditionelle Lebensweise bedrohen. Während viele sich anpassen oder fortgehen, hält sie unbeirrbar an ihrem Erbe fest – ein stilles, kraftvolles Zeugnis von Verlust, Widerstand und kultureller Identität im Wandel der Zeit.

Über die Autorin: Chi Zijian wurde am 27. Februar 1964 im abgelegenen Mohe an der russisch-chinesischen Grenze geboren und begann bereits früh zu schreiben – ihr Debüt erschien 1983. Sie gilt als eine der bedeutendsten literarischen Stimmen Nordostchinas: Sie gewann den renommierten Lu-Xun-Literaturpreis dreimal (1996, 2000, 2007) und erhielt 2008 für „The Last Quarter of the Moon“ den Mao-Dun-Literaturpreis, Chinas höchste Auszeichnung für Romane.

Ich wünsche Ihnen interessante Lesestunden:

https://www.amazon.de/Das-letzte-Viertel-Mondes-Zijian/dp/3896677594